Für Bonsai eignen sich alle verholzenden, kleinblättrigen bzw. kleinnadligen Baum- und Straucharten gut.
Traditionell werden
Kiefern,
Wacholder,
Ahorne, asiatische
Ulmenarten,
Azaleen, Fruchtbäume wie
Kulturapfel oder japanische
Aprikose verwendet.
Auch wenn Bonsai immer mit Japan oder China in Verbindung gebracht werden, kann man auch einheimische Bäume als Bonsai verwenden. In unseren Breiten nimmt man vorwiegend einheimische Gehölze, die an unser Klima angepasst sind, aber auch winterharte Pflanzen aus Japan und anderen Ländern. Besonders beliebt sind kleinblättrige Ahornarten – unter ihnen die rotblättrigen japanischen Ahornsorten – Kiefern,
Fichten,
Buchen und
Wacholder. Dies ist sogar empfehlenswerter, weil diese schon auf unser Klima eingestellt sind und dadurch ganzjährig im Freien stehen können. Allerdings sollten Bonsai vor starken
Frösten geschützt werden, indem sie z. B. im Boden eingesenkt oder mit einer
Mulchschicht bedeckt werden.
Bonsai können aus Sämlingen, aus Jungpflanzen und aus in der Natur gesammelten Pflanzen (
Yamadori) geformt werden. Oft eignen sich auch Baumschulpflanzen oder
Containerpflanzen aus dem Gartencenter. Genetisch unterscheiden sich Bonsai-Bäume nicht von gewöhnlichen Pflanzen, allein durch die Kulturmaßnahmen behält der Bonsai-Baum seine charakteristische Größe.
Die Stile des Bonsai leiten sich aus fast zweitausendjähriger Tradition ab, die heute noch relevant sind. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die heutigen Gestaltungsformen für den Bonsai.